innobb

Gemeinsame Innovationsstrategie der Länder Berlin und Brandenburg (innoBB)

Die im Jahr 2011 beschlossene Gemeinsame Innovationsstrategie der Länder Berlin und Brandenburg (innoBB) zeigt auf, wie sich die Hauptstadtregion als international wettbewerbsfähigen Innovationsraum weiterentwickelt. Sie ist das Ergebnis einer bereits 2007 eingeleiteten erfolgreichen Kooperation aller innovationspolitischen Akteure beider Länder. Die Strategie sieht eine noch engere länderübergreifende Abstimmung vor, um Kräfte zu bündeln und sich so im globalen Wettbewerb der Standorte optimal positionieren zu können.

Bereits heute nimmt die Hauptstadtregion mit ihrer exzellenten Forschungs- und Technologiekompetenz einen Spitzenplatz in der deutschen und internationalen Innovationslandschaft ein. innoBB setzt zur Stärkung dieser Position und weiteren Schärfung des Standortprofiles auf den zielgerichteten Auf- und Ausbau von Clustern mit hohem Entwicklungspotenzial.

Die Clusterstrukturen der Hauptstadtregion manifestieren sich in den Bereichen

  • Energietechnik,
  • Gesundheitswirtschaft
  • IKT, Medien und Kreativwirtschaft,
  • Optik sowie
  • Verkehr, Mobilität und Logistik.

Sie zeichnen sich durch eine hohe Dichte an wettbewerbsfähigen Unternehmen und Wissenschaftsangeboten und eine entsprechend hohe Wachstumsdynamik insbesondere in den innovativen Kernen aus. Die Clusterentwicklung ist im Rahmen der innoBB bereits mit ersten sichtbaren Ergebnissen umgesetzt und wird weiter systematisch vorangetrieben.

Die Clusterentwicklung bietet für alle Beteiligten einen deutlichen Zusatznutzen. Vor allem den innovativen mittelständischen Unternehmen wird so die Möglichkeit geboten, ihre Potenziale im Verbund von Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen wettbewerbsfähiger zu entwickeln, in einem breiteren Kontext regionaler Wertschöpfung mitzuwirken und sich dadurch auch im internationalen Wettbewerb zu positionieren.

Die Cluster der Hauptstadtregion sind in einem breiteren Wirtschafts- und Wissenschaftsumfeld verankert. Querschnittsthemen - Clean Technologies, Sicherheit, Werkstoffe und Materialien sowie Produktions- und Automatisierungstechnik - tragen als Innovationslieferanten mit branchenübergreifenden Technologien und Verfahren besonders zur Entwicklungsdynamik der Cluster bei. Die Querschnittsthemen erhöhen die Leistungsfähigkeit der beteiligten Unternehmen in den Clustern und fördern die Möglichkeit zur verbesserten, branchen- und technologieübergreifenden Vernetzung. Die innoBB sichert eine effiziente Verzahnung dieser Themen mit den Clustern ab.

innoBB gibt auch den künftigen strategischen und organisatorischen Rahmen zur Absicherung des länderübergreifenden Clusterentwicklungsprozesses vor. Beide Länder werden dazu ihre politischen Gestaltungsspielräume aktiv nutzen. Im Vordergrund einer engen Kooperation und Abstimmung steht hierbei die weitere Harmonisierung der Innovations- und Technologieförderung sowie der Erhalt und Ausbau der Innovationsinfrastruktur.

In länderübergreifender Kooperation werden die weitere Umsetzung der Innovationsstrategie und die künftige Clusterentwicklung sowie übergreifende Themen, wie die Zusammenführung und Weiterentwicklung des Wissens- und Technologietransfersystems, koordiniert.

Die Cluster mit ihren nachstehenden Handlungsfeldern werden durch länderübergreifende Managementstrukturen unterstützt, die die Clusterprofilierung vorantreiben und für einen strategischen Ausbau der Kooperations- und Projektstrukturen sorgen. Die internationale Vernetzung und die systematische Einbindung in EU‐Förderstrukturen haben hierbei besondere Bedeutung. Die Gemeinsame Innovationsstrategie ist in diesem Sinne eng an die aktuelle Strategie Europa 2020 der Europäischen Union angelehnt.

The German Capital Region - Logo